Reisebericht Albufeira

Ab in den Süden, in die Wärme… …begann jedoch ganz anders als gedacht. Wassermassen schütteten vom Himmel, so als wenn Wolken unten kaputt wären. Dass das eine Region, wo es sonst nur ein paar mal im Jahr regnet, nicht verkraften kann, war dabei schon klar. Der Reihe nach: Die Anreise mit dem Zug nach Düsseldorf war mal wieder eine DB-Sonderleistung. Auch wenn Zug zum Flug mitgebucht wurde, sollte eine Reservierung die Plätze sichern. Dabei hatte ich darauf geachtet, dass der ICE bis zum Flughafen DUS durchfährt. Im Zug lagen die üblichen Flyer aus, mit dem Halt Düsseldorf-Flughafen. Nur per Zufall überprüfte ich die DB-App auf evtl. Verspätungen. Und siehe da: der Zug hält gar nicht am Flughafen DUS, nur DUS-HBF. Aha! Und nun. Den Zugbegleiter darauf angesprochen wußte der natürlich Bescheid. Wegen eines Stellwerk-Brandes in Mülheim vor ein paar Wochen gibt es Probleme. Ja und warum sagt man nix und ändert das im Zug nicht usw. Also fuhren wir am Flughafen vorbei, um mit der S-Bahn wieder am Flughafen vorbei zu fahren und mit dem Skytrain wieder zum Flughafen zu fahren. Das Maritim Airport war schön aber kurz, bis 4 Uhr.

Der Pilot kündigte das Unheil an: Regen und 9 Grad. Wo ging es nochmal hin? Na gut, war wohl nur vorübergehend. Angekommen am Flughafen noch schnell den Mietwagen abholen, dabei pitschnass geworden, hat aber alles super geklappt! Dann am Sonntagmorgen durch Flüsse und Seen auf den Straßen mit unserem fast nagelneuen Seat Ibiza zum Urlaubsort geschippert, dem Aparthotel Alfagar:

Geschippert, weil die Straßen schon so unter Wasser standen, dass Wasserski fahren besser geeignet gewesen wäre. Es kübelte nur so. Nachdem wir uns eingerichtet hatten, eingekauft und dem Regen trotzen wollten sind wir nachmittags dann mal nach Albufeira gefahren, um dort wenigstens die trockenen oder halb feuchten Momente zu genießen. Auto geparkt und Richtung Küste gegangen. Es kamen uns so viele Menschen entgegen, dass man denken musste: Hier ist ein Fest, da gehen wir auch hin. Also hingegangen, dem Strom entgegen! Nix Fest, Katastrophentourismus. Alle wollten einen Blick auf die total überschwemmte Altstadt werfen. Wir dann auch von oben und unten:

Die nächsten Tage wurde es allmählich besser. Die Schlechtwetterwoche des Jahres hatten wir h(k)alt erwischt. Ein sehr schönes Hinterland, schöne kleine Fischerdörfchen am Atlantik.

Das Highlight war jedoch der südwestlichste Zipfel Europas. Hier muss die Welt zu Ende sein, wenn man mitelalterlich denkt. Ein sehr schönes Plätzchen und zudem hatten wir diesen Tag das Glück, dass kein Wind wehte, strahlend blauer Himmel war und die Wellenreiter Lust hatten.

 

Am letzten Tag sollte noch einmal die Altstadt besichtigt werden, wie es da inzwischen aussieht. Es gab immer noch sehr viel zu tun, nichts war so wie vorher. Manche Existenzen sind wohl bedroht. Nun noch einmal zum Strand runter und ein paar Nachtaufnahmen wie ich sie mir vorstelle mit ein klein wenig Lightpainting. Der Versuch hat schonmal geklappt. Bald gibt es mehr davon.

Alles in allem, Portugal eine Reise wert! Freundliches Völkchen frei ab von Hektik und Jaulerei, 4kg frische Orangen von Oppa für 2 Fuffzich und frische Oliven vom Baum (probiert es bitte nicht aus, es ist sehr lange sehr eklig) auch frische Orangen vom Baum waren dabei…

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